| Name | Cascata di Santa Petronilla |
| Stufenhöhe | 112,5 m / 48 m / 37 m |
| Koordinaten | 2 718 898 1 134 508 |
| Kopfzone | übergangslos |
| Fallzone | einfach freifallend |
| Prallzone | Kolk |
| Gewässername | Ri della Froda |
| Einzugsgebietsgrösse | 4,5 km2 |
| Gemeinde | Biasca |
Der Ri della Froda
Folgende Wasserfälle und Spezialformen befinden sich im Ri della Froda (von oben nach unten): zwei unzugängliche Wasserfälle ab Kote 900 m ü. M., anschliessend die erste vermessene Stufe (Cascata di Santa Petronilla I), gefolgt von zwei Schiessgerinnen, der zweiten vermessenen Stufe (Cascata di Santa Petronilla II), einem Kolk zum Baden, der Bogenbrücke, einem kleinen Wasserfall mit Kolk zum Baden, einem Schiessgerinne und der dritten vermessen Stufe (Cascata di Santa Petronilla III).
Kultur
Die Kirche San Pietro e Paolo in Biasca steht unter nationalem Baudenkmalschutz. Sie wurde in den 1960er Jahren renoviert. Die romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert befindet sich in dominierender Lage oberhalb von Biasca. Spätere Umbauten betrafen eine Erhöhung des Kirchenbaus und den Kirchturm. Die einschneidenden Veränderungen in der Barockzeit, so die Erhöhung des Steinfussbodens, die Stufen zum Chor und der Bau des Gewölbes über dem Mittelschiff, haben wohl den Grundriss eines lateinischen Kreuzes modifiziert, entsprechen aber dem Wunsch nach einheitlicher Gestaltung. Der dreischiffige Kirchenraum weist eine merkliche Neigung des Fussbodens auf. Zahlreiche Basreliefs aus verschiedenen Epochen sind in die Mauern eingelassen. Auch die Fresken an den Kirchenwänden stammen aus verschiedenen Jahrhunderten. Die ältesten, am Südbogen des Chors, stammen aus dem 13. bis 14. Jahrhundert, während die Fresken der Apsis und des Chors (die Kirchenlehrer, Szenen aus dem Leben des heiligen Petrus, die Lisenen mit Cherubinen, die Früchte- und Schachbrettdekorationen) vermutlich um die Mitte des 17. Jahrhunderts entstanden sind. Aus der gleichen Zeit stammen die Szenen aus dem Leben des heiligen Karl Borromäus über dem Portal auf der rechten Seite, die Alessandro Gorla zugeschrieben werden. Rechts vom Eingang befindet sich die Rosenkranzkapelle, die Cavalier G. B. Pellanda im 17. Jahrhundert bauen liess.
Der Kreuzweg mit seinen 14 Stationen wurde 1742 erbaut und 1997 grundlegend renoviert. Anstelle der fast gänzlich verschwundenen Fresken wurden Mosaiken zeitgenössischer Tessiner Künstler eingesetzt. Die Kapelle Santa Petronilla zeigt interessante Fresken, die den Chor und das Kirchenschiff schmücken. Sie sind das Werk eines Malers, der in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in der Region tätig war. Dargestellt werden Szenen aus dem Leben der heiligen Petronilla, musizierende Engel und Votivbilder mit den Namen der Auftraggeber, zum grössten Teil aus der Familie Pellanda. Das Kirchlein wurde von 1985 bis 1987 restauriert. Die Ausgrabungen förderten Reste eines Gebäudes aus dem 11. Jahrhundert zutage. Die erste eigentliche Kirche wurde im 13. Jahrhundert erbaut.